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Kita-Notstand in Mecklenburg-Vorpommern: Bündnis warnt vor Entlassungen und Schließungen

Sinkende Kinderzahlen bringen Kitas in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend unter Druck. Eltern, Gewerkschaften und Träger schlagen Alarm: Ohne politische Gegenmaßnahmen drohen tausende Entlassungen und zahlreiche Kita-Schließungen.

Forderung nach besserem Personalschlüssel

Die Zahl der Kinder im Kita-Alter in Mecklenburg-Vorpommern sinkt spürbar – mit weitreichenden Folgen für Einrichtungen und Beschäftigte. Eltern, Gewerkschaften und Kita-Träger fordern daher eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Im Fokus steht vor allem der Personalschlüssel: Dieser müsse verbessert werden, um die Qualität der Betreuung zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.

Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat das Bundesland im Vergleich die schlechtesten Personalschlüssel. Große Gruppen und eine hohe Arbeitsbelastung für Erzieherinnen und Erzieher seien die Folge. Besonders kritisch sei die Betreuungssituation, wenn nur eine Fachkraft gleichzeitig für mehrere Kleinkinder zuständig ist.


Bündnis bringt Gesetzesinitiative und Volksbegehren auf den Weg

Ein breites Bündnis aus Elternvertretungen, Gewerkschaften und Kita-Trägern – darunter auch das Deutsches Rote Kreuz – hat deshalb ein Änderungsgesetz zum Kindertagesförderungsgesetz eingereicht. Parallel dazu wurde ein Antrag auf ein Volksbegehren gestellt.

Sollte es keine Einigung mit der Landesregierung geben, könnte das Volksbegehren bereits Mitte April starten. Ziel ist es, innerhalb eines Monats 100.000 Unterschriften zu sammeln, um einen Volksentscheid am 20. September 2026 – dem Weltkindertag – zu ermöglichen.




Weitere Details und Hintergründe finden Sie im Original-Beitrag auf der NDR-Website

 

Quelle: ndr.de