Ernten, was wir selbst wachsen sehen
Ein paar Schritte genügten. Unser Hochbeet wartete bereits mit kräftigem, grünem Schnittlauch auf die Kinder der Käfer- und der Gänseblümchen-Gruppe. Mit großer Sorgfalt schnitten sie die Halme ab und hielten sie stolz in den Händen. Für die Kinder war schnell klar: Was eben noch im Beet stand, sollte kurze Zeit später auf dem Teller landen.
Zurück in der Küche wurde der Schnittlauch klein geschnitten. Die Kinder beobachteten genau, wie sich die feinen grünen Ringe auf dem Brett sammelten und nach und nach ihren typischen Duft verströmten. So wurde für sie sichtbar, dass frische Zutaten nicht aus einer Verpackung kommen müssen, sondern direkt vor der eigenen Haustür wachsen können.
Rühren, braten und gemeinsam genießen
Anschließend ging es an die Zubereitung. Die Eier wurden aufgeschlagen, kräftig verrührt und mit dem frisch geernteten Schnittlauch verfeinert. Jeder Handgriff gehörte dazu. Mal wurde aufmerksam gerührt, mal gespannt zugeschaut, wie aus den flüssigen Zutaten langsam ein duftendes Rührei entstand.
Als alles fertig war, nahmen die Kinder gemeinsam Platz und probierten das Ergebnis. Der erste Bissen ließ nicht lange auf sich warten. Schnell zeigte sich, dass sich die Mühe gelohnt hatte. Das selbst zubereitete Rührei schmeckte allen besonders gut, vielleicht auch deshalb, weil die wichtigsten Zutaten zuvor mit den eigenen Händen geerntet und verarbeitet worden waren.
Solche kleinen Alltagserlebnisse machen für uns den Unterschied. Die Kinder erleben unmittelbar, wo Lebensmittel herkommen und wie aus einfachen Zutaten etwas entsteht, das sie am Ende gemeinsam genießen können. Aus einem Besuch am Hochbeet wurde so eine kleine Reise vom Garten bis auf den Frühstücksteller.
Weitere Informationen über unsere DRK Kita „Sude Frösche“ in Kuhstorf gibt es hier






