· DRK-LWL Bevoelkerungsschutz

Einsatzkraeftegrundausbildung – Wenn im Einsatz jeder Handgriff sitzen muss

Mit Karte und Kompass unterwegs: Bei der Orientierung im Gelände war Teamarbeit gefragt.
Für eine sichere Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde der Strahler aufgebaut und das Stromkabel fachgerecht bis zum rund 100 Meter entfernten Generator verlegt.
Für eine sichere Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde der Strahler aufgebaut und das Stromkabel fachgerecht bis zum rund 100 Meter entfernten Generator verlegt.
Gemeinsam geht es besser: Beim Zeltaufbau wurde Teamarbeit ganz praktisch geübt.

Karte und Kompass, Schutzausrüstung, Stromversorgung oder Zeltaufbau: In der Einsatzkräftegrundausbildung haben wir gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus dem Betreuungszug, der Personenauskunftsstelle und der Medical Task Force trainiert, worauf es im Einsatz ankommt. Theorie wurde dabei immer wieder unmittelbar in die Praxis übersetzt.

Orientierung beginnt lange vor dem ersten Handgriff

Wann beginnt ein Einsatz eigentlich? Wie werden Einsatzkräfte alarmiert und wer übernimmt welche Aufgabe? Mit diesen Fragen starteten wir in das erste Ausbildungsmodul. Denn bevor vor Ort gehandelt werden kann, müssen Strukturen, Zuständigkeiten und Abläufe klar sein.

Wir beschäftigten uns deshalb mit unterschiedlichen Einsatzanlässen sowie mit den Strukturen und Vorschriften innerhalb des DRK. Dazu gehörten auch ganz praktische Fragen des Dienstalltags: Wer ist weisungsbefugt? An wen wenden wir uns bei Problemen? Und warum ist die Registrierung der eingesetzten Kräfte wichtig?

Anschließend ging es nach draußen. Mit Kartenmaterial und Kompass trainierten wir die Orientierung im Gelände. Statt Wege einfach nur abzulaufen, mussten wir unsere Position bestimmen und das Gelernte direkt anwenden. Gerade abseits vertrauter Strecken zeigte sich, wie wichtig ein sicherer Umgang mit diesen Hilfsmitteln ist.

Licht an, Kabel verlegen, Zelt aufbauen

Im zweiten Modul rückten Technik und Sicherheit in den Mittelpunkt. Wir beschäftigten uns mit der persönlichen Schutzausrüstung, möglichen Gefahren an Einsatzstellen und der Unfallverhütung. Auch Umwelt- und Brandschutz, Arbeitsmittel und Handwerkzeuge sowie das sichere Be- und Entladen von Einsatzfahrzeugen und die Ladesicherung gehörten dazu.

Wie daraus funktionierende Abläufe entstehen, zeigte sich in den praktischen Übungen. Für die Ausleuchtung einer Einsatzstelle bauten wir einen Strahler auf und verlegten die Stromleitung sicher bis zum Generator. Dieser stand aus Sicherheitsgründen rund 100 Meter entfernt. So konnten wir den vollständigen Aufbau von der Stromversorgung bis zum Licht an der Einsatzstelle nachvollziehen.

Danach wartete die nächste Aufgabe: ein Einsatz- beziehungsweise Unterkunftszelt. Hier reichte technisches Wissen allein nicht aus. Absprachen mussten sitzen, Handgriffe ineinandergreifen und Aufgaben verteilt werden. Mit klarer Kommunikation und gegenseitiger Unterstützung stand das Zelt nach wenigen Minuten.

Auch Erste Hilfe gehörte zur Ausbildung. Wir übten grundlegende Maßnahmen und beschäftigten uns damit, wie wir in einer Notfallsituation Ruhe bewahren, die Lage einschätzen und notwendige erste Schritte einleiten.

Die Einsatzkräftegrundausbildung schafft damit eine gemeinsame Grundlage für unsere ehrenamtliche Arbeit im Zivil- und Katastrophenschutz. Unser Dank gilt Ausbilder Sebastian Ehrich vom DRK-Betreuungszug West, den unterstützenden Helferinnen und Helfern sowie allen Ehrenamtlichen, die sich Zeit für die Ausbildung genommen haben.



Mehr über unsere Arbeit, unsere Aufgaben und das Engagement im Ehrenamt und im Bevölkerungsschutz erfahren Sie hier:

zu den DRK Bereitschaften und dem Betreuungszug